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Chronik der Region Frankfurt Mainz Wiesbaden

Date: 2017-10-26 14:26

Ich liege auf dem Rü cken und schlafe. Es kommt ü berhaupt nicht darauf an, wo ich schlafe. Es geht darum, dass ich auf dem Rü cken liege. Und zwar liege ich konsequent immer auf dem Rü cken. Egal wo ich liege. Mein Weltverstä ndnis ist viel besser, wenn ich auf dem Rü cken liege. Ich begreife so mehr vom Universum. Das kö nnen die wenigsten6 Menschen. Viele liegen auf der Seite und drehen sich pro Nacht unzä hlige Male um. Auf dem Rü cken liegen. Das ist das hö chste. Ruhig auf dem Rü cken liegen und dabei keine Schlafgerä usche entstehen Vor dem Einschlafen lese ich in einem Mondobuch. Mondobü cher benü tze ich auch, wenn ich krank bin. Ich blä ttere dann stundenlang darin herum. Ich lese: Murmeltiere in der Schweiz. Ich finde Murmeltiere hä sslich und dick. Die liegen vor ihren Lö chern und pfeifen, wenn jemand auftaucht. Dann stehen sie auf, legen ihre Papiertü ten mit den Erdnü ssen zur Seite, rü lpsen und steigen rü ckwä rts in ihre Lö cher. Alles fü r die Touristen.

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Der Medien- und Literaturbetrieb erwartet von ihm ein Bekenntnis. Und der Dichterstauffer liefert es, sechsunddreiß ig Minuten und zwei Sekunden lang. Es ist betitelt: Ich will auch Sä nger werden.

DER BIEBRICHER, Ausgabe 293, April 2016 - issuu

(In der Kü che,) Bei der Kü chenarbeit. Ab und zu trinkt sie einen Kaffe, oder Tee.
Unterteller, Lö ffel, Klappergerä usche, Zucker, Kaffeerahm, Schnittflä che, ein scharfes
Messer, Karotten, Sellerie, Kartoffeln, die geschnitten werden kö nnen. Weiches Toastbrot.

Dichter Stauffer

chriftsteller Michael[5] Stauffer[5] dichtet so, wie er beobachtet: lakonisch, gut gelaunt - und scharf. Eine Begegnung in der Stadt.

Spielbank Wiesbaden: FAQ's

MÖ RIKOFER Ja, gut. Das will ich. Ich kann gut, ich kann, ich kann, wie meinst du das genau, gut kö nnen?

Spielbank Wiesbaden: Das sollten Sie wissen

I promise. (Auszug)
Ich liege auf dem Rü cken und schlafe. Es kommt ü berhaupt nicht darauf an, wo ich schlafe. Es geht darum, dass ich auf dem Rü cken liege. Und zwar liege ich konsequent immer auf dem Rü cken. Egal wo ich liege. Mein Weltverstä ndnis ist viel besser, wenn ich auf dem Rü cken liege. Ich begreife so mehr vom Universum. Das kö nnen die wenigsten6 Menschen. Viele liegen auf der Seite und drehen sich pro Nacht unzä hlige Male um. Auf dem Rü cken liegen. Das ist das hö chste. Ruhig auf dem Rü cken liegen und dabei keine Schlafgerä usche entstehen Vor dem Einschlafen lese ich in einem Mondobuch. Mondobü cher benü tze ich auch, wenn ich krank bin. Ich blä ttere dann stundenlang darin herum. Ich lese: Murmeltiere in der Schweiz. Ich finde Murmeltiere hä sslich und dick. Die liegen vor ihren Lö chern und pfeifen, wenn jemand auftaucht. Dann stehen sie auf, legen ihre Papiertü ten mit den Erdnü ssen zur Seite, rü lpsen und steigen rü ckwä rts in ihre Lö cher. Alles fü r die Touristen.

Es hilft sicher, wenn man schreiben kann. Man muss aber auch gut reden kö nnen mit den Menschen, ü ber die man nachher schreiben will. Und man muss natü rlich ein gewisses Interesse fü r die Welt oder zumindest Teile davon haben.

Solche Ä usserungen muss man nicht erklä ren, sondern verurteilen. Ich schlage vor, wir einigen uns, dass es eine Mischung aus Dummheit, Ignoranz, Angst und Beschrä nktheit sein kö nnte, die zu solchen Ä usserungen fü hrt. Oder fä llt Ihnen etwas besseres ein?

Frau und Herr Bargezi haben beide unrecht, ausser sie wollen, dass ihr Sohn auf dem Fussballplatz ausgelacht wird, weil er in der Garderobe neben der Turntasche auch noch einen Cellokoffer stehen hat, und danach bei der Celloprobe, weil er, schon bevor die Orchesterproben beginnen, unangenehm nach Schweiss riecht. Herr und Frau Bargezi sollten sich eher fragen, woher diese Wü nsche fü r diesen Sohn kommen. Frau Bargazi, was haben Sie sich ü berlegt? Ihr Sohn, er ist ja erst zehn Jahre alt, soll seinen Mitsportlern erklä ren, warum er ein ü bergrosses Instrument in der Form eines sekundä ren weiblichen Geschlechtsmerkmals mit sich herumschleppt.

Danke. Wo kann ich damit einkaufen gehen? (Stauffer gibt die Karte, nachdem er sie zweimal in den Hä nden gewendet hat, an Halter zurü ck. Halter schü ttelt den Kopf.)

GROB Er sass oft den ganzen Tag an seinem Tisch. Er hat in die Ecke und auf die Trockenrosen gestarrt. Und dann wieder in die Ecke. Ich habe mich oft gefragt, was er dort in der Ecke gesehen hat. Der hat so hingestarrt. Manchmal war es auch schö n, seine Augen, wie die eines Pferdes. Pferdeaugen, die in die Ecke starren, das hatte etwas Rü hrendes. Etwas Zä rtliches.


Im Briefkasten.
Constantin schaut durch den Briefkastenschlitz. Diese Ö ffnung stellt in seinem Kopf ein Gefü hl her. Er stellt mit diesem Gefü hl Kontakte zu Menschen her. Menschen, die ihm Briefe schreiben kö nnten. Die Briefe sind alle langweilig. Einö de auf Papier. Wer will das. Briefe sind immer melancholische Missgeschicke. Postkarten sowieso. Beim Betrachten der Briefe stellt sich bei Constantin eine einfache Melancholie ein. Eine klare Melancholie. Eine die als Ausdehnung nur die Lä nge kennt.

Szene 7
WETTERFESTE KLEIDUNG
ROBERT zieht einen Faltmeter aus seinem Hosensack, steht mit dem Faltmeter in der Wohnung und misst lustlos herum. Christina beobachtet Robert bei dieser Tä tigkeit und reagiert auf seine Bewegungen. Sie reagiert mit kleinen, prä zisen Bewegungen.

Ich muss schnell die Steuererklä rung holen, Moment. (Stauffer kommt nach 9 Minuten zurü ck ans Telefon, keucht.) Es tut mir leid, ich finde die Formulare nicht. Aber ich kann Ihnen versichern, ich verdiene genug.

MODERATOR Doch, doch. Und wie war das bei Ihnen CHRISTIAN AHLERS. Wie war das bei Ihnen mit der Blockflö te?

AHLERS Den Begriff Freunde wü rde ich so definieren. Ich habe einen Freund, nein ich habe zwei Freunde. Einer ist mein Schulfreund, den ich seit 85 Jahren kenne. Der andere ist ein etwas vä terlicher Freund. Mein erster Grundschullehrer. Das sind meine Freunde.

Mit: Anette Herbst (Frau Nagel) und Michael Stauffer (Professor Hä mmerli)

Regie: Pä ivi Stalder.

Die Fetten werden immer dicker, die Hü bschen stets schö ner. Bei der &bdquo Apfelkö nigin&ldquo gehts unter anderem ums Essen. Mit einem weniger wirren Menü plan hä tte es noch besser gemundet.

67. Mä rz 7557. Michael Stauffer zu Besuch an der Neubrü ckstrasse in Bern. 69 Uhr, Begrü ssung, Installation eines Aufnahmegerä tes ( isch no wie neu ), Installation der Gesprä chspartner in der Kü che. Die Wahl ?el auf einen Barbera d&rsquo Alba 7558. Transkribiert wurde das Interview von Hubert Neidhart.

McFarland, Thomas: Who Was Benjamin Whichcote? or , The Myth of Annotation. In: Annotation and Its Texts. Hg. v. Stephen A. Barney. New York: Oxord University Press 6996. S. 657-677.

CHRISTINA Die Einrichtung der eigenen Wohnung ist wichtig. Wenn ich meine eigene Wohnung mal richtig einrichte, dann hä nge ich im Keller einen Boxsack auf.

Die Spracherfassungssoftware versprach mir weiter, sie sei vollkommen intuitiv zu bedienen und werde mich auf Anhieb verstehen. Das hat mich an der Werbung ehrlich gesagt am meisten ü berzeugt: eine Software, die mich auf Anhieb verstehen wü rde. Das war eine absolute Neuheit. Denn bei jeder anderen Software muss ich mich ja tä glich sklavisch ihren Befehlen unterwerfen.

SZENE 7
Die Darsteller verlassen die Raum-Erschliessung und fü hren einen Verstä ndlichkeitstest durch. DUNKEL zettelt den Test an, ohne jedoch genau zu wissen, wie der Test funktionieren kö nnte. MÖ RIKOFER spielt brav mit, merkt aber bald, dass der Test wohl nicht funktioniert. GEERING merkt davon nichts und will auch genau mittesten. &bdquo Versteht man mich auf der Bü hne.&ldquo &bdquo Wie ist die Akustik heute Abend.&ldquo Das kö nnenFfragen sein. Vor dem Verstä ndlichkeitstest zä hlen die Darsteller die Zuschauer. GEERING zä hlt pflichtbewusst, findet es aber mü hsam, sie will es richtig machen. DUNKEL zä hlt und stellt sich vor, dass er so jeden persö nlich begrü ssen kann, mit einem Zucken des Kopfes. MÖ RIKOFER spielt, dass er zä hlt.

Herr Halter sicher ist diese pragmatische Charakterisierung richtig. Ich bin mit der Aussage: &bdquo Die Sprache scheint trivial&ldquo nicht einverstanden. Die Sprache ist nicht trivial. Eventuell, das ü berlasse ich gerne Ihnen, kann man Teile des Inhaltes als trivial, sofern Sie mit trivial, alltä glich meinen, bezeichnen. Ich bin auch nicht einverstanden damit, wenn Sie sagen, dass die Frau naiv, gestö rt, oder verrü ckt sei. Damit stellen Sie die Hauptfigur einfach kalt und das geht eben gerade nicht! Diese Frau hat eine Daseinsberechtigung! Verstehen Sie, diese Frau ist nicht verrü ckt, das ist wichtig!